Dieser Arbeitsbereich beschäftigt sich mit der Bedeutung religiöser Texte für die gesellschaftlichen Prozesse der Inklusion und Exklusion, für Begriffe von Religion und Gott, sowie für Sinn- und Wertmaßstäbe. Obwohl die Haupttexte der verschiedenen Religionen in einem Universalanspruch bestehen, befindet sich ihre Rezeption und Interpretation in ständigem Wandel. Dieser Wandel ist in seinen Beziehungen zu sonstigen gesellschaftlichen Veränderungen zu untersuchen, und beide miteinander in ein klärendes Verhältnis zu setzen. Diese Forschung hat sowohl Hermeneutik und Rezeptionsgeschichte, als auch Interpretationspsychologie, Übersetzungsproblematik und empirische Herausforderungen zu berücksichtigen. Derart ist die anhaltende Bedeutung religiöser Texte für gesellschaftliche Wandlungen - und vice versa - zu erschließen.